Regie: Tonino Valerii
Der Revolverheld und sein Lehrling...
Regie: Tonino Valerii
Der Revolverheld und sein Lehrling...
Regie: Michele Lupo
Freunde fürs Leben...
Regie: Duccio Tessari
Montys Erbe...
Regie: Tonino Valerii
Das Garfield Attentat...
Regie: Duccio Tessari
Ein junger Revolverheld...
Der junge Revolverheld Ringo (Giuliano Gemma) muss seine Schießkünste
immer wieder beweisen. Das Resultat sind zahlreiche Tote, die bei den
Duellen ihr Leben lassen. Als er sich gegen 3 Revolverhelden erfolgreich
zur Wehr setzt, wird er vom örtlichen Sheriff (George Martin) vorläufig
festgenommen. Während Ringo in der Zelle sitzt, rauben die Banditen
unter der Führung des berüchtigten Sancho (Fernando Sancho) die Bank aus
und haben auch keine Skrupel wehrlose Bürger abzuknallen. Während die
Banditen das Geld holen, hält die Gangsterbraut Dolores (Nieves Navarro)
die Gesetzeshüter in Schach. Die Flucht gelingt, die Bande muss sich
aber aufgrund der zahlreichen Verfolger einen Unterschlupf suchen. Das
große Anwesen des Major Clyde (Antonio Cavas) bietet sich an. Die
Tochter des Majors heißt Ruby ( Lorella de Luca) und ist die Verlobte
des Sheriffs, der sich mit seinen Männern vor der Ranch postiert. Die
Gangster sind allerdings sehr schnell wieder im Vorteil, da sie die
Bediensteten des Anwesens - mexikanische Arbeiter - als Geiseln
festhalten. Jeden Tag sollen zwei Menschen sterben, wenn der Sheriff
nicht abzieht. Der weiß, dass er jetzt einen exzellenten Revolverhelden
braucht...
"Eine Pistole für Ringo" ist ein Italowestern der Frühphase Mitte der 60er Jahre und machte Giuliana Gemma einen großen Publikum bekannt. Regie führte Duccio Tessari, der mit "Ringo kommt zurück" und "Der Mann ohne Gedächtnis" weitere gute Genrefilme schuf. Wie so oft im Italo Western zeichnet der große Altmeister Enno Morricone für die Musik verantwortlich. Zwar wird der Held Ringo etwas zu übertrieben cool präsentiert, trotzdem schuf Tessari mit diesem Film einen Klassiker des Genres, vor allem war es die Premiere der Figur "Ringo", eine der populärsten Helden des Spaghetti Westerns.
Regie: Michele Lupo
Kriegsheimkehrer...
Regisseur Michele Lupo drehte seine Beiträge im Genre des ItaloWestern vor allem zusammen mit Publikumsliebling Giuliano Gemma. So entstand 1966 "Arizona Colt", fünf Jahre später "Ben und Charlie" und in der Endphase des Genres, im Jahr 1977 "Der Mann aus Virginia" (Originaltitel: California). "Der Mann aus Virginia" ist auch unter einigen anderen Namen bekannt. So hieß der Film schon "Spiel mir das Lied von Kalifornien" oder "California Adio" und ist anders als die beiden anderen Arbeiten von Lupo ein Abgesang auf den Wilden Westen. Der Bürgerkrieg ist zwar zu Ende, aber das Land versinkt im Chaos. Die besiegten Soldaten der Südarmee versuchen zu Fuß ihre Heimat wieder zu erreichen. Viele von Ihnen sind auf den Steckbriefen der Nordstaaten zu finden und Kopfgeldjäger erleben gerade in solchen Zeiten eine echte Hochkonjunktur. Einer dieser Killer ist Rope Whitaker (Raimund Harmsdorf) mit seinen Kumpanen. Sie machen erfolgreich Jagd - auch auf Kleinkriminelle. "Tod oder Lebendig" heißt bei Ihnen aufgrund des geringeren Stresses "Tot". Auch der Revolverheld California (Giuliano Gemma) hat im Bürgerkrieg gekämpft. Der Mann ist ein Wanderer und er scheut es irgendwie seßhaft zu werden. Auf seiner Wanderschaft, die eigentlich zuerst kein Ziel hat, lernt er den etwas jüngeren Michael Preston (Miguel Bose) kennen. Er gibt sich als "Michael Random" aus - der Name einer Zigarettenmarke. Der junge Preston möchte so schnell wie möglich nach Hause zur Farm seiner Eltern (William Berger/Dana Ghia) und zu seiner Schwester Helen (Paola Dominguin). Gemeinsam ziehen die beiden Männer nun zu Fuß durch das vom Bürgerkrieg ausbeblutete, zerstörte Land, in dem das Gesetz keine Gültigkeit hat. Nach einiger Zeit freunden sich die beiden unterschiedlichen Männer an und es gelingt Preston den alleinstehenden "Random" zu überzeugen, dass er zuerst mal mit ihm auf die Farm seiner Eltern mitkommt. Unterwegs treffen sie auf einige gewaltbereite, aggressive Nordstaatler, die ihren Hass auf den Süden noch nicht überwunden haben und sofort Streit beginnen. Dies führt zur Flucht der beiden Freunde. Doch in einem verlassenen Dorf wird Preston von den Verfolgern angeschossen und erhängt. California beschließt nun die Familie von Preston aufzusuchen und ihnen die Nachricht vom Tod des Sohnes zu überbringen. Die Familie bittet ihn darum zu bleiben. Dabei verlieben sich California und die hübsche Helen. Beide geraten bei einem Ritt in die Stadt in eine Schießerei mit Whitakers Männer. Helen wird von Ihnen entführt...
Regie: Duccio Tessari
Der Kriegsheimkehrer...
"Ringo kommt zurück" ist ein Spaghetti Western aus dem Jahr 1965 von Ducio Tessari. Der italienische Regisseur drehte zuerst Sandalenfilme, er schrieb die Drehbücher seiner Filme meistens selbst. Seine bekanntesten Filme sind "Kadmos - Tyrann von Theben" (1961), "Eine Pistole für Ringo" (1965), "Zwei wilde Companeros" (1971) und "Der Mann ohne Gedächtnis" (1974). In Italien war "Ringo kommt zurück" ein großer Kinoerfolg - nicht nur, weil Publikumsliebling Giuliano Gemma die Hauptrolle als Rächer übernahm. Die Geschichte wurde sicherlich von Homers "Odyssee" inspiriert. Auch in diesem sehr geglückten Italowestern kehrt ein Mann nach jahrelanger Abwesenheit in seine Heimat zurück. Sein Vater wurde ermordet, den familiären Besitz haben Banditen in Beschlag genommen und die Frau wird von vielen Männern begehrt. Die Filmmusik schrieb Ennio Morricone, dessen Handschrift man sofort erkennt. Der Sänger der beiden Filmsongs "Il ritorno de Ringo" und "La mia gente" heißt Maurizio Graf. Natürlich sind auch Versatzstücke aus Sergio Leones "Für eine Handvoll Dollar" erkennbar. Einer der wenigen Freunde des Kriegsheimkehrers Montgomery Wood (Giuliano Gemma) ist der Blumenfreund Myosotis (Manuel Muniz). Sehr schnell merkt Montgomery alias Ringo, dass sich in seinem Heimatort sehr viel verändert hat. Der Kneipenwirt will ihn nicht erkennen und gibt ihm mit den Augen Zeichen, denn am Tisch sitzen zwei finstere Gestalten, die das Gespräch beobachten. Sehr schnell reagiert der Held und die beiden Männer liegen erschossen im Saloon. Vom Wirt erfährt er die ganze Wahrheit. In seiner jahrelangen Abwesenheit haben die kaltblütigen Fuentes Brüder Esteban (Fernando Sancho) und und Paco (George Martin) die ganze Stadt mit ihrer Gang unterjocht und wer sich den Beiden in den Weg stellt, der wird kurzerhand getötet. Seine schöne Frau Helen (Lorella de Luca) ist nun gezwungenermaßen die Geliebte von Paco geworden, die gemeinsame kleine Tochter Elizabeth (Monica Sugranes) hat ihren Vater noch nie gesehen. Mit geändertem Aussehen als armer mexikanischer Landarbeiter kommt er in die Stadt und die Saloondame Rosita (Nieves Navarro) macht keinen Hehl daraus, dass sie ihn gerne in ihrem Bett sehen würde. Doch Ringo hat natürlich für solche Nebenschauplätze wenig Zeit. Er will sich an den Banditen rächen und seine Familie retten...
Bevor dies aber passiert, muss Ringo noch einige Rückschläge und Kränkungen in Kauf nehmen. Gemma - zuerst blond und ohne Bart - verändert sich wegen seiner Mission und kommt als bärtiger Rächer in die Stadt. Mit List und Ausdauer mischt er die staubige und dreckige Stadt auf und Tessari inszenierte seine Geschichte als Art griechische Tragödie. Bewertung: 8 von 10 Punkten.
Regie: Lucio Fulci
Spaghetti Western in der Endphase...
Das hört sich doch irgendwie bekannt an: Der gierige Großgrundbesitzer
Thomas Barrett drangsaliert und betrügt arme Farmerfamilien, er verkauft
ihnen Land, das es gar nicht gibt. Wer sich beschwert, bekommt es dann
mit seinem Killer Luke, Markenzeichen Silbersattel, zu tun. Als Kind
muss der kleine Roy Blood mit ansehen, wie sein Vater von diesem
Pistolero zuerst verhöhnt " "Warum schickst du nicht deine Frau in den
Puff, wenn ihr kein Geld mehr habt ?" und dann brutal niedergeschossen
wird. Obwohl der Junge erst zehn Jahre alt ist, tötet er den Killer mit
einem Gewehr und steigt fortan in dessen Fußstapfen, indem er sich
dessen Pferd mit silbernen Sattel aneignet. Der kleine Scheisser ist ab
sofort Revolverheld und Jahre später (Guiliana Gemma) berüchtigt und
berühmt. Wo immer sein Silbersattel auftaucht, gibt es Leichen.
Und diese Leichen werden in der Regel von dem dubiosen Leichenfledderer
namens Dubletten-Snake (Geoffrey Lewis) ausgeraubt. So lernen sich die
beiden Männer kennen.
Snake ist es auch, der durch einen ebenfalls zwielichtigen Turner
(Gianni de Luigi) einen lukrativen Auftrag bekommt. Die Ermordung des
Thomas Berrett jr. Der Plan sieht vor, dass Roy ihn auf einem
Friedhofbesuch erledigen soll. Obwohl Roy eine Falle wittert, siegt der
Hass gegen die Barretts. Aber am Tatort kommt dann doch die
überraschende Wende, denn Thomas Barrett jr. (Sven Valsecchi) ist ein
putziger kleiner Junge mit einer schrecklichen deutschen Synchronstimme.
Trotz dieses Nervpotential lässt der harte, wie gutherzige Roy den Bub
am Leben und freundet sich auch noch mit ihm an. Doch mehrere Schurken
sind dem Knirps auf den Fersen, unter anderem der liderliche Schurke
Garrincha (Aldo Sambrell) aus Mexico, der den Jungen irgendwann im lauf
der Handlung auch noch mit einer Bullenpeitsche züchtigt...