Regie: Sidney Hayers
Der Trapper...
Regie: Sidney Hayers
Der Trapper...
"The Hunting Party" so der Originaltitel charakterisiert den Film schon besser als der deutsche Titel, der etwas angelehnt an den Sergio Leone "Spiel mir das Lied vom Tod" Klassiker zu sein scheint. Immerhin hat der Musikscore einen Morricone-Touch.Subtil und mit langem Atem inszeniert ist bei "The Hunting Party" allerdings Fehlanzeige.Vergleichen lässt sich das eher, zumindest in der Darstellung der Gewaltszenen, an die Bildkompositionen des Sam Peckinpah. Einziger Unterschied: Medford hat ein sehr dünnes Drehbuch zur Verfügung und so setzt irgendwann trotz guter Ansätze in Zynismus und Kälte die Dramaturgie vornehmlich auf die brutale Darstellung der Menschenjagd. Problematisch ist dann auch manche Absurdität: So wirkt dies dann doch arg konstruiert, wenn die Entführung nur aufgrund des Wunsches Schreiben und Lesen zu lernen stattgefunden haben soll. Dass Melissa Frau eines schwerreichen Ranchers ist, wäre eigentlich der logischere Grund für Outlaws. Ausserdem agiert die Gang äusserst blöde. wohlwissend, dass im sicheren Hinterhalt immer mehrere Gewehrläufe auf sie gerichtet sein könnten, sind sie immer wieder völlig unvorsichtig ohne Deckung unterwegs...nur darauf wartend abgeknallt zu werden.Der Film hat aber auch einige Vorzüge. Er hat durch seine drei Figuren immer wieder eine Art Spannung und wirkt mysteriös. In seinen guten Momenten bringt er die Quintessenz des Italogenres auf den Punkt.Und immerhin gibt es ja auch ein Wiedersehen mit Candice Bergen. Eine Schauspielerin, die wie keine andere das Gesicht des Spätwesterns in der Frühsiebzigern geprägt hat. Unvergessen ihre Rolle als Cresta Lee in "Soldier Blue".
Bewertung: 7 von 10 Punkten.