Dabei stellt sich der kalte und berechnende Partner am Ende als Rächer für eine familiäre Katastrophe heraus, er ist diesmal nicht auf das Kopfgeld aus. "Für eine paar Dollar mehr" ist ein Westernepos mit einer perfekten Atmosphäre. Alles stimmt bei diesem Film, die Charaktere sind großartig gewählt, jede Einstellung vermittelt die ultimative Westernatmosphäre und die ganzen 127 Minuten ist man mittendrin im Geschehen. Großartig die famose Kameraarbeit von Massimo Dallamano, der auf die berühmten Close up Aufnahmen der Figuren setzt, die zum Markenzeichen des Italo Westerns wurden. Der Mann hat einige Jahre später auch selbst Regie geführt, bspw. in "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" - ein Edgar Wallace Film sowie in dem Giallo "Der Tod trägt schwarzes Leder".
Sonntag, 8. Januar 2023
Für ein paar Dollar mehr ( Per qualche dollaro in più) - For a few Dollars more
Dabei stellt sich der kalte und berechnende Partner am Ende als Rächer für eine familiäre Katastrophe heraus, er ist diesmal nicht auf das Kopfgeld aus. "Für eine paar Dollar mehr" ist ein Westernepos mit einer perfekten Atmosphäre. Alles stimmt bei diesem Film, die Charaktere sind großartig gewählt, jede Einstellung vermittelt die ultimative Westernatmosphäre und die ganzen 127 Minuten ist man mittendrin im Geschehen. Großartig die famose Kameraarbeit von Massimo Dallamano, der auf die berühmten Close up Aufnahmen der Figuren setzt, die zum Markenzeichen des Italo Westerns wurden. Der Mann hat einige Jahre später auch selbst Regie geführt, bspw. in "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" - ein Edgar Wallace Film sowie in dem Giallo "Der Tod trägt schwarzes Leder".
Freitag, 22. Juli 2022
Old Surehand
Regie: Alfred Vohrer
Winnetous Freund Johnny Garden...
1965 war ein sehr erfolgreiches Filmjahr für Horst Wendlands Winnetou Filme. Am erfolgreichsten war natürlich "Winnetou 3" mit mit fast 4,4 Millionen Kinobesuchern, die den Film auf Platz 5 der Kinojahrescharts in Deutschland brachte. Auch "Der Ölprinz" kam auf fast 4 Millionen Zuschauer. "Old Surehand" brachte es auf 3 Millionen zahlende Kinobesucher. Erstmalig war Stewart Granger in dieser Rolle zu sehen, die allerdings sehr von Karl Mays Romanfigur abweicht. In den Romanen ist Old Surehands eigentlicher Name Leo Bender - ein Riese von Mann, der mit seiner Gewehr jedes Ziel trifft. Im Film wurde sein Name aber in Johnny Garden umgewandelt. Stewart spielt seine Figur aber sehr lässig, sein roter Bruder Winnetou - natürlich Pierre Brice - bleibt in dieser Geschichte etwas im Hintergrund. Er taucht aber zum Glück dann auf, wenn die Sache mal richtig brenzlig wird. Ansonsten hat dieser Johnny Garden alias Old Surehand mit Old Wabble (Paddy Fox) und den beiden verliebten Judith (Letitia Roman) und Toby (Mario Girotti, später Terence Hill) noch weitere Verbündete. Die braucht er auch, um einer fiesen Bande das Handwerk zu legen, deren Chef sich "General" (Larry Pennell) nennt und der möglicherweise auch Johnnys Bruder Paul Garden auf dem Gewissen hat. Old Surehand jagt den Verbrecher seit 3 Jahren - durch Old Wabble kommt endlich auch der Name dieses Generals ins Spiel als möglicher Mörder. Die Bande überfällt einen Zug der Union Bank Railway- Insurance und nimmt das dort befindliche Geld (Löhne für die Arbeiter) an sich. Kurz darauf töte zwei Mitglieder eine Vielzahl von Büffeln, um die Indianer gegen die Weißen aufzubringen und dann muss auch noch Farmersohn MacHara dran glauben. Diese Banditen haben es aber so inszeniert, dass der Vater des Getöteten glaubt die Komantschen wären die Täter. Immerhin will der Komantschenhäuptling Maki-Moteh (Dusan Antonijewic) den Friedenvertrag mit dem weißen Mann nicht zu vorschnell brechen und schickt daher seinen Sohn Tou-Wan (Sime Jagarinec) nach Mason City um Aufklärung zu erhalten. Doch der wird von einem unbekannten Schützen erschossen und nun wollen die Komantschen natürlich Vergeltung und graben das Kriegsbeil aus, sobald die Trommeln aufhören zu schlagen. Es bleibt Old Surehand daher nur noch wenig Zeit Krieg zwischen den Weißen und den Indianern zu verhindern....
Regie führte Alfred Vohrer, die harmonische Musik stammt natürlich von Martin Böttcher und Kameramann Karl Löb wusste gut, wie er die herrliche Location in Kroatien und Slowenien effektiv einfangen muss. Optisch sieht "Old Surehand" sehr gut aus und auch die Action ist gut in die Geschichte integriert worden. Vielleicht sogar Vohrers beste Karl May Verfilmung
Bewertung: 7 von 10 Punkten.
Donnerstag, 14. Juli 2022
Viva Maria
Regie: Louis Malle
Es lebe die Revolution...
Dabei spielen nicht nur Diktatoren und Revolutionäre, die den Sozialismus wollen, eine gewichtige Rolle. Auch die katholische Kirche mischt sich ins Gemezel mit ein. Wobei deren Folterwerkzeuge aus der Inquisition nicht mehr ganz so gut funktionieren wie früher. Darüberhinaus zeigt der Zirkus mit seinen Akrobaten, wie man erfolgreich im Kampf siegen kann. Der Film bekam damals zahlreiche Auszeichnungen und ist prächtig fotografiert. Kein Wunder, denn der Kameramann des Films war Henri Decae, einer der größten französischen Kameramänner (3 Uhr Nachts, Fahrstuhl zum Schafott, Die Unbefriedigten, Der eiskalte Engel, Clan der Sizilianer, Der Profi).
Bewertung: 7 von 10 Punkten.
Der Ölprinz
Winnetou gegen Spekulanten....
Mittwoch, 13. Juli 2022
Winnetou 3
Regie: Harald Reinl
Winnetous letzte Mission...
Die Leute bei der Rialto Film sollen alle geweint haben, so traurig ist dieser Schluß. Es ging danach zwar noch mit einigen anderen Winnetou Filmen weiter, aber "Winnetou 3" markiert eigentlich schon den Schluß dieser goldenen Ära für den deutschen Western. Ralf Wolter spielt Sam Hawkins "das ich mich nicht irre", Carl Lange ist als guter Gouverneur zu sehen und Dusan Antonijevic als alkoholsüchtiger Jicarilla Häuptling Weißer Büffel,dessen Sohn (Slobodan Dimitrijevic) von den Banditen gemeuchelt wurde, damit man diesen feigen Mord Winnetou in die Schuhe schieben kann. Regisseur war natürlich Harald Reinl, der sehr sorgfältig inszenierte und sowohl Musik (Martin Böttcher) und Kamera (Ernst w. Kalinke) tragen sehr viel zum Gelingen des besonderen Winnetou Spirits bei. Man könnte mal über eine Restaurierung dieser Filme nachdenken.
Montag, 18. April 2022
Eine Pistole für Ringo (Una pistola per Ringo)
Regie: Duccio Tessari
Ein junger Revolverheld...
Der junge Revolverheld Ringo (Giuliano Gemma) muss seine Schießkünste
immer wieder beweisen. Das Resultat sind zahlreiche Tote, die bei den
Duellen ihr Leben lassen. Als er sich gegen 3 Revolverhelden erfolgreich
zur Wehr setzt, wird er vom örtlichen Sheriff (George Martin) vorläufig
festgenommen. Während Ringo in der Zelle sitzt, rauben die Banditen
unter der Führung des berüchtigten Sancho (Fernando Sancho) die Bank aus
und haben auch keine Skrupel wehrlose Bürger abzuknallen. Während die
Banditen das Geld holen, hält die Gangsterbraut Dolores (Nieves Navarro)
die Gesetzeshüter in Schach. Die Flucht gelingt, die Bande muss sich
aber aufgrund der zahlreichen Verfolger einen Unterschlupf suchen. Das
große Anwesen des Major Clyde (Antonio Cavas) bietet sich an. Die
Tochter des Majors heißt Ruby ( Lorella de Luca) und ist die Verlobte
des Sheriffs, der sich mit seinen Männern vor der Ranch postiert. Die
Gangster sind allerdings sehr schnell wieder im Vorteil, da sie die
Bediensteten des Anwesens - mexikanische Arbeiter - als Geiseln
festhalten. Jeden Tag sollen zwei Menschen sterben, wenn der Sheriff
nicht abzieht. Der weiß, dass er jetzt einen exzellenten Revolverhelden
braucht...
"Eine Pistole für Ringo" ist ein Italowestern der Frühphase Mitte der 60er Jahre und machte Giuliana Gemma einen großen Publikum bekannt. Regie führte Duccio Tessari, der mit "Ringo kommt zurück" und "Der Mann ohne Gedächtnis" weitere gute Genrefilme schuf. Wie so oft im Italo Western zeichnet der große Altmeister Enno Morricone für die Musik verantwortlich. Zwar wird der Held Ringo etwas zu übertrieben cool präsentiert, trotzdem schuf Tessari mit diesem Film einen Klassiker des Genres, vor allem war es die Premiere der Figur "Ringo", eine der populärsten Helden des Spaghetti Westerns.
Wertung: 7 von 10 Punkten.






























